Kanada

August/September 2003

 

Links


-Museum: http://www.tyrrellmuseum.com

-Hütte:
www.kawtikh.com

-Elk Island NP:
www.pc.gc.ca

 

Nach vier Jahren stand letztes Jahr mal wieder eine Fernreise auf dem Programm: Torstens Verwandte in Kanada wollten wir besuchen. Als „Kanadaneulinge“ entschieden wir uns gegen eine Fahrt in den Norden: bei nur drei Wochen Zeit und Torstens Verwandte im Okanagan Valley wäre dies zeitlich nicht machbar gewesen. Also stellte ich eine Route durch Alberta und British Columbia zusammen, die uns durch sehr abwechslungsreiche Landschaften führte und auf der wir (mit Ausnahme eines Planungsfehler meinerseits J) nicht hetzen mussten, aber dennoch viel sahen.

Die Reise begann mit einer Panne: Calgary erreichten wir mit sage und schreibe drei Stunden Verspätung, denn vor unserem Abflug hatte sich im Buchungssystem der Air Canada ein Virus eingeschlichen – Flugzeuge konnten nicht starten, wurden umgeleitet, Passagiere konnten nicht einchecken usw. ….

Die erste Übernachtung buchten wir über FTI zusammen mit dem Mietwagen (Hertz) im Radisson Airport Hotel, alle übrigen Übernachtungen übers Internet. Das Radisson ist ein typisches Airport-Hotel – weder besonders empfehlenswert noch besonders schlecht. Da wir uns durch die Zeitverschiebung recht müde fühlten, aßen wir nur noch einen Bison Burger im Restaurant des Hotels (gut) und legten uns dann schlafen.

Früh am nächsten Tag starteten wir zu unserer ersten Etappe: ca. 400 km durch die Badlands des Red Deer River und durch Farmland in Richtung Elk Island National Park mit Zwischenstopp in Drumheller – der Dinosaurierstadt mit dem Royal Tyrrell Museum. Dort werden in einer eindrucksvollen Ausstellung die weltweit meisten Dinosaurierskelette gezeigt. Wir verbrachten den ganzen Vormittag in diesem tollen Museum. Zum Abschluss wollten wir noch ein Foto des Museums vom Hügel gegenüber des Museums machen. Schon auf den ersten Treppenstufen wunderte ich mich über Torstens unruhiges Verhalten. Ein paar Meter später beschwerte er sich über allerlei beißende kleine Insekten. Da ich aber normalerweise unser „Stichfänger“ bin und kaum belästigt wurde, dachte ich mir nichts dabei. Oben angekommen nahm er sich nur noch kurz Zeit für eine Aufnahme und ergriff dann regelrecht die Flucht: erst jetzt sah ich, dass Hunderte von Sandfliegen die Farbe seines T-Shirts (dunkelgelb) und damit ihn zum Anbeißen fanden. Selbst im Auto ließen die Viecher nicht von ihm ab – wir mussten später anhalten und das T-Shirt wegwerfen, um sie wieder abzuschütteln J. Nach diesem Erlebnis hatten wir beide wenig Lust zu dem im Dry Island Buffalo Jump geplanten Picknick. Zwar versorgten wir uns unterwegs mit Bisonwürstchen und anderen Lebensmitteln, Insektenspray (Muskol – hilft sehr gut), Antijuckreizcreme (Solarcaire Stop Itch – gut), fuhren aber dann durch bis zu unserer Hütte am Hastings Lake. Dort ließen wir uns noch von der freundlichen Vermieterin den Weg zum nächsten „Bottle Shop“ (Alkohol gibt es in Kanada nur in speziellen Läden) erklären, kauften zwei Flaschen Wein und genossen dann den Abend auf der Terrasse unserer schönen Hütte – von Moskitos relativ unbelästigt aber dafür mit Blick auf den See und die dort lebenden Pelikane.

Der nur 20 km von unserer Hütte entfernte Elk Island National Park ist der südlichste Platz, an dem die zwei Arten von Bisons vorkommen. Die Päriebisons waren denn auch leicht schon vom Auto aus auf dem Bison Loop zu beobachten. Derart ermuntert, beschlossen wir die „Mittagspause“ im Ukrainian Cultural Heritage Center – einem Freilichtmuseum in der Nähe des NP – zu verbringen. Sehr anschaulich wird dort das Leben der Einwanderer im 18./19. Jahrhundert in einer kleinen Päriesiedlung in Kanadas Nordwesten dargestellt. Nachmittags suchten wir auf dem 18,6 km langen Wood Bison Trail nach den Waldbisons. Aber außer der schönen Landschaft, einer Menge Bisonkot und Wälzkuhlen gab es auf den ersten 12 km nichts zu sehen. Plötzlich hörte ich hinter mir einen „doppelten Satz“. Wie sich herausstellte, wäre ich fast über einen Bisonbullen gestolpert, der neben dem Weg lag und von uns überrascht, erschrocken auf einen kleinen Hügel neben den Weg flüchtete. Torsten dagegen lief hinter mir, sah das gewaltige Tier und sprang vor Schreck in den Graben auf der anderen Seite des Weges… J. Kurz darauf sahen wir auf einer Lichtung noch einen Elch und später auch die Namensgeber des Parks: Wapiti (engl. Elk).

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Waldbison

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-Teepee: www.oldentrance.ab.ca

 

Auf Kanadas schnurrgeraden Straßen ging es zum nächsten Abschnitt unserer Reise: den Rocky Mountains. Nach 300 km erreichten wir das Old Entrance B&B, wo wir die Nacht in einem Teepee verbrachten. Das Teepee war mit Feldbetten, Schlafsäcken und einem Holzofen ausgestattet und lag direkt am Fluss Athabasca. Auf dem Gelände gab es ein Plumpsklo, die Duschen befanden sich im Gebäude, dort frühstückten wir am nächsten Morgen auch ausgezeichnet. Nach unserem Teepeebezug fuhren wir am späten Nachmittag noch das kurze Stück bis zu den Miette Hot Springs, heißen Quellen im Jasper NP. Wir badeten ein wenig und fuhren dann zurück nach Hinton zum Einkaufen und Tanken. An der Tankstelle passierte der Unfall: die Fahrerin eines Geländewagens übersah unseren Wagen und stieß rückwärts gegen unseren rechten, vorderen Kotflügel. Leider war die so genannte 24-Stunden-Hotline von Hertz nicht zu erreichen. Auch die Polizei kam nicht, da niemand verletzt wurde. Nach einigen Diskussionen ließen wir uns von der Fahrerin deren Adresse etc. geben und fuhren zurück zum Teepee. Am nächsten Morgen schilderten wir den Unfall den beiden Vermieterinnen und baten um Hilfe. Schließlich gelang es doch noch, einen Termin bei der Polizei zu vereinbaren. Von Hertz wussten wir inzwischen nämlich, dass wir unbedingt einen Schadensbericht der Polizei brauchten und uns in Jasper bei der Hertz-Station melden sollten. So verbrachten wir diesen Sonntagvormittag in Hinton auf dem Polizeirevier. Die Polizistin war sehr freundlich und auch später bei der Mietwagenstation in Jasper half man uns so gut wie möglich weiter. Leider konnten wir dort den Wagen aber nicht tauschen und mussten ihn bis Banff benutzen. Erst gegen 14 Uhr konnten wir unsere Reise von Jasper aus fortsetzen. Da wir bis zur Aurum Lodge noch ein ganzes Stück zu fahren hatten, machten wir uns gleich auf den Weg. Hinter Jasper beginnt nämlich der Icefield Parkway, zu Recht als eine der Traumstraßen der Welt bezeichnet. Erster Haltepunkt waren die Athabasca Falls. Das Columbia Icefield ließen wir wegen der vielen Menschen links – oder besser gesagt rechts - liegen und nutzten unsere Zeit lieber für eine Wanderung die Parkers Ridge hinauf. Zunächst galt es steile 275 Höhenmeter in Serpentinen zu überwinden. Am Wegrand gab es erst Nadelholzwald, dann Tundra zu sehen. Beim Aufstieg fragten wir uns noch, ob unsere warme Kleidung für diese eher kurze und leichte Wanderung wirklich notwendig ist – oben beantworteten wir dies mit einem klaren Ja! Der Ausblick auf den Saskatchewan-Gletscher und die Gipfel des Columbia Icefield war jedoch mehr als genug Lohn für unsere Mühe – zumal hier nicht viele andere Leute unterwegs waren… Nach der Wanderung fuhren wir auf dem Icefield Parkway noch bis Saskatchewan River Crosing weiter (wo wir im Restaurant sehr gut aber nicht billig speisten) und bogen dann in Richtung Nordegg ab. In der Aurum Lodge am Abraham Lake verbrachten wir die nächsten Tage.

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Teepee

Links

-Wandervorschläge: www.travelnordegg.com/travel_nordegg_hiking.html/

-Lodge: www.aurumlodge.com

-Kanutour:
 www.wandering-waters.ab.ca

 

Die Aurum Lodge ist eine, von einem schweizer Ehepaar, nach ökologischen Gesichtspunkten gebaute und geführte, wunderschöne, Lodge in herrlicher Lage. Vom Fenster unseres Zimmers konnten wir einen Teil des Abraham Lake und den Sentinel Mountain sehen. Die Umgebung der Lodge steht in ihrer Schönheit den bekannten Nationalparks der Rockies in nichts nach, wird aber wesentlich weniger besucht. Bei unserem ganztägigen Kanuausflug mit Wandering Waters merkten wir, dass die Besitzer auch bei den von ihnen empfohlenen Tourenveranstaltern sorgfältig vorgehen: wir machten erste Kanuerfahrungen, beobachteten einem Fischadler bei der Jagd, paddelten gemütlich durch die schöne Landschaft und erhielten wir bei einem anschließenden Spaziergang zu den Sundance Lodges auch einen kleinen Einblick in das Leben der hiesigen First Nations. Eine wirklich gelungene Tour!

Nach unserem Kanuausflug am ersten Tag waren wir am zweiten Tag in der Aurum Lodge recht faul. Deshalb unternahmen wir nur einen kleinen Ausflug nach Nordegg (zum Einkaufen) und einen schönen Spaziergang zu den Crescent Falls, verbunden mit einigen Fotostopps auf den Weg zurück zur Lodge. Abends bekam Alan Besuch von einem Journalisten und nahm uns mit, als er diesem in der Umgebung der Lodge gelegene Kultstätten der First Nations zeigte. Von all dem waren wir so angetan, dass wir sogar überlegten, länger zu bleiben – aber weil wir auch auf den Banff NP neugierig waren, hieß es leider, leider am nächsten Tag schon wieder Abschied nehmen…

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Crescent Falls

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-Banff Springs Hotel: www.fairmont.com

-Moraine Lake Lodge: www.morainelake.com

 

 

Wir verließen also die Aurum Lodge und fuhren wieder in Richtung Icefields Parkway. Am Wegrand beobachteten wir quasi als kleines Abschiedsgeschenk eine Herde Bighorn-Sheep (Mufflon). Eigentlich wollten wir auch am Peyto Lake wandern – aber das Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung. Immerhin schien die Sonne noch lange genug, um die berühmte Farbe des Sees zu sehen und einen kleinen Spaziergang oberhalb des Sees zu machen. Als wir zum zweiten Wanderweg aufbrachen, fing es zu jedoch zu regnen an und so fuhren wir ohne weiteren Halt nach Lake Louise und von dort über den Bow Valley Parkway nach Banff zu unserem nächsten Hotel: dem Fairmont Banff Springs. Unser Zimmer hatte ich über ein Jahr im voraus gebucht – deshalb war es nicht teurer als ein Zimmer in einem Mittelklassehotel. Den Abend verbrachten wir bei einem vorzüglichen Wildfondue im Grizzly House in Banff (207 Banff Ave., Tel. 403/7624055, Reservierung empfohlen).

Morgens schauten wir uns noch einige der tollen Räume des Hotels an, frühstückten im Bow Valley Grill an einem sehr reichhaltigen Buffet und – da das Wetter immer noch nicht besonders gut war – besuchten das Luxton Museum sowie die Cave & Basin National Historic Site. Ersteres thematisiert das ehemalige Leben der lokalen First Nations, letztere ist das erste Badehaus in den Rockies. Man kann zwar dort heute nicht mehr baden, aber interessant ist die Höhle dennoch. Als nächstes wollten wir eigentlich eine Nacht in der Kootenay Park Lodge verbringen. Wegen der 2003 sehr schlimmen Waldbrände war der Park aber gesperrt. So übernachteten wir spontan in der Moraine Lake Lodge. Neben einem tollen Zimmer mit Kaminofen und Balkon (Blick auf Moraine Lake) zum halben Preis war auch eine Stunde Kanufahrt, eine Videokassette, Tee mit Kuchen um 16 Uhr sowie Brandy zwischen 21 und 22 Uhr im Übernachtungspreis enthalten. Schon toll – jedoch dürfte in einem „normalen“ Jahr ohne Waldbrände so kurzfristig kein Zimmer mehr zu erhalten sein und bei Vorausbuchung hat dieser Luxus natürlich seinen Preis… Nach der Kanufahrt spazierten wir am See entlang bis zu dessen Zufluss am anderen Ende. Auch hier – wie überall in den Rockies – herrliche Ausblicke, aber auch viele, viele Menschen. Ebenfalls wie überall in den Rockies waren Bärenwarnschilder aufgestellt, doch außer den recht häufigen Streifenhörnchen und den inzwischen eher seltenen Picas (Pfeifhasen) sahen wir keine Tiere. Vor unserem Gratis-Brandy nahmen wir im Restaurant ein sehr gutes Abendessen ein. Da wir zuvor schon auf dem Balkon gesessen und dort jeder ein Glas eines mitgebrachten Weins getrunken hatten, erwies sich ein Fehler bei der Bestellung allerdings für Torsten als nicht so günstig: statt einem weiteren Glas Wein zum Essen, bestellten wir aus Versehen gleich eine ganze Flasche. Diese musste Torsten zum größten Teil alleine trinken und erlebte so einen atemberaubenden aber ziemlich verkaterten Sonnenaufgang J.

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Pica

 

Links


-Karte Yoho NP:
www.out-there.com/yoho-map.htm
yoho-map.htm

-Lodge:
http://book.bestwestern.com/bestwestern/home.do

-IPE: www.armstrongbc.com/ipe/

 

 

Nach dem Sonnenaufgang kauften wir noch mit 10% Rabatt im Laden der Moraine Lodge ein und fuhren dann über den Kicking Horse Pass vom Banff NP in den Yoho NP. Yoho ist Cree und bedeutet großartig oder ehrfurchtgebietend – ein sehr zutreffender Name. Als erstes stoppten wir an der Natural Bridge, dann sahen wir uns die Takakkaw Falls an. Nach einem Mittagessen in Field ging es weiter zum Emerald Lake. Ursprünglich hatten wir hier keine Wanderung vorgesehen, aber weil der See so verlockend aussah und das Wetter so schön war, konnten wir nicht widerstehen und spazierten die 5 km rund um den See auf dem Emerald Lake Circuit Trail. Wieder einmal wunderschöne Eindrücke… Nach Besuch des Yoho NP wurde die zweite und letzte Reiseplanänderung notwendig: wir wollten ursprünglich die Nacht in den Planwagen der Beaverfoot Lodge verbringen. Diese war aber so schmutzig und heruntergekommen, dass wir weiterfuhren und in der Glacier Park Lodge übernachteten. So blieb uns am folgenden Tag auch mehr Zeit für den Glacier NP.

Direkt gegenüber der Lodge im Rogers Pass Visitor Centre gab es am folgenden Morgen eine interessante Ausstellung zu sehen. Anschließend kauften wir im Souvenirladen kräftig ein, u. a. einen Hut mit lebenslanger Garantie für Torsten J. Die Erlöse aus den Verkäufen kommen der „Friends of Mt. Revelstoke and Glacier“ Stiftung zugute, die sich für diese beiden Parks einsetzt. Ebenfalls in diesem Laden erhältlich ist die Broschüre „Zu Fuß in den Columbia Mountains“ – ein kleiner und sehr gut gemachter Wanderführer. Da wir an diesen Tag noch 400 km zurücklegen mussten, entschlossen wir uns für nur zwei kurze Spaziergänge: den Loop Trail im Glacier NP und den Giant Cedars Trail im Revelstoke NP. Eins steht fest: bei unserer nächsten Kanadareise werden wir auf jeden Fall mehr Zeit für diese beiden herrlichen NP einplanen!

Von unserem letzten Halt auf dem Weg zu Torstens Verwandten hatten wir uns dann mehr versprochen – statt der erwarteten Stampedeveranstaltung gab es auf der IPE in Armstrong an diesem Nachmittag eher eine Kirmes mit Landwirtschaftsausstellung zu sehen. Na ja, die dort gegessene Pizza schmeckte uns trotzdem. Und das alte deutsche Karussell war auch lustig anzusehen…

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Emerald Lake

 

Links 

-Desert Centre: www.desert.org

 

Die folgenden Tage verbrachten wir bei Torstens Verwandten in Okanagan Falls. Die Gegend um Okanagan Falls zeigte uns ein neues Gesicht Kanadas: Weinanbau, Obstgärten, sogar eine kleine Wüste und der Salzsee „Spotted Lake“ (Hwy. 3, ca. 9 km westlich von Osoyoos). Dieser Salzsee befand sich lange Zeit in Privatbesitz und wurde erst kürzlich den Okanagan First Nations zurückgegeben, denen er heilig ist. In Osoyoos besuchten wir das für Kanada einzigartige Desert Centre und ließen uns diese Ökonische erklären. Wir nahmen uns für unseren nächsten Besuch in Kanada eine Nachtführung vor!

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Spotted Lake

 

Links

-Fähren: www.bcferries.bc.ca

-Plan Tofino:
www.tofino-bc.com

-Tin Wis Resort: www.bctravel.com/
bestwestern/tinwis/

-Infos zum Pacific Rim NP: www.longbeachmaps.com/
parks.html

-Tour Hot Springs Cove : www.jamies.com

-B&B in Courtenay: leider keine funktionierende Seite gefunden

-Ausflug zu den Bären: www.aboriginaljourneys.com

 

Am 14. Tag unserer Reise hieß es weiterziehen: auf dem Weg nach Vancouver Island rasteten wir nur kurz an der Hope Slide – einem gigantischen Erdrutsch. An der Horseshoe Bay angekommen, kauften wir uns den CirclePac und setzten nach zwei Stunden Wartezeit nach Nanaimo über. Chemainus, ca. 50 km von Nanaimo entfernt, war unser erstes Ziel auf Vancouver Island. Wir übernachteten im Old Mill House B & B und spazierten am nächsten Morgen entlang der 35 z. T. sehr schönen Wandgemälde, die über den Ort verteilt sind.

„On the way to Tofino“ schauten wir uns dann die tollen Wälder des Mac Millan PP an und sahen an der Grenze des Pacific Rim NP unseren ersten „echten“ Totempfahl am Park Information Centre. Und schon ging es weiter zur Wickaninnish Beach, wo wir bei strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse des Restaurants neben dem Interpretive Centre eine ausgezeichnete Fischmalzeit genossen, um dann später im Tin Wis Resort mit Whirlpool am Fenster unseres Zimmers den Sonnenuntergang zuzuschauen. Auch hier machte sich die frühzeitige Buchung bezahlt…

Tags darauf erwartete uns der nächste Ausflug: erst mit dem Wasserflugzeug, dann zu Fuß durch den Regenwald zur Hot Springs Cove. Da wir den Frühaufsteherflug gebucht hatten, waren wir nur zu viert. Heiße Quellen wie wir sie uns immer vorgestellt hatten – herrlich! Für den Rückweg sollten wir eigentlich mit dem Boot abgeholt werden. Aber man vergaß uns und so warteten wir erst mal zwei Stunden vergeblich am Steg, um zum Schluss auch den Rückweg per Flugzeug zurückzulegen. Zur Rede gestellt, wollte man uns bei James Whaling Station erst mit einem Gutschein für ein Mittagessen „abspeisen“. Als wir dies nicht akzeptierten, bot man uns immerhin eine kostenlose Tour zur Walbeobachtung an. Leider reichte dafür aber unsere Zeit nicht… Sehr ärgerlich L. Am Nachmittag spazierten wir zur Schooner Cove: in den Gezeitentümpeln gab es allerhand interessantes Getier zu sehen. Nach einem späten aber guten Mittagessen in Ucluelet (mit Blick auf den Hafen und die dort heimischen Seelöwen) machten wir uns auf den Weg zurück zur Ostküste. Unser nächstes Quartier, das Forbidden Plateau B&B, erreichten wir gegen 19 Uhr und übernachteten in dem „schnuckeligen“ Rose Cottage – einem umgebauten Gartenhäuschen.

Zeitig waren tags darauf die 50 km bis Campbell River zurückzulegen. Dort erwartete uns nämlich Aboriginal Journeys und ein Ausflug im Zodiak zum Bute Inlet bzw. Orford River. Unterwegs sahen wir ca. ein Dutzend Seeadler, Roben, einen erst vor kurzem anlässlich einer Feier errichteten Totempfahl (das Unternehmen gehört den First Nations) und – einen Bären beim Lachsfang! Von all dem waren wir so angetan, dass wir nicht auf die Zeit achteten. Denn ursprünglich sollte der Ausflug von 9 Uhr bis 15 Uhr durchgeführt werden. Als unser Führer gegen 16 Uhr fragte, ob noch jemand heute weiterreisen wolle, erschreckten wir beim Blick auf die Uhr heftig… Jedenfalls gab unser Bootsführer auf dem Rückweg ganz schön Gas – und auch Torsten brach auf der Strecke Campbell River – Comox den Rekord. Trotzdem erreichten wir die Fähre erst, als diese schon die „Landeklappen“ hochfuhr. Die nette Dame am Fahrkartenhäuschen rief deshalb bei der Fähre an, die Leute erklärten sich bereit uns noch mitzunehmen – und ich merkte, dass ich unsere Fahrkarten im Kofferraum verstaut hatte… Weitere Verzögerung. Schließlich brauchte ich an Bord der Fähre erstmal eine ganze Weile, um mich wieder zu beruhigen. Planung wie sie nicht sein sollte (und in Zukunft auch nicht mehr sein wird – versprochen J).

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Suchbild mit Bär

Links 

-YWCA: www.ywcahotel.com

-Sandburgenbau-WM: www.harrisand.org

 

Unsere Jugendherberge in Powell River war zwar von außen schön anzusehen, innen aber leider etwas heruntergekommen. Auch das Cafe war geschlossen. Schade. Möglicherweise lag dies an der Lage – direkt gegenüber befand sich eine Sägemühle und das Industriegebiet von Powell River.

Entlang der Sunshine Coast fuhren wir an diesem Tag nach Vancouver. Dabei hielten wir in Sechelt, um uns das Museum der First Nations anzusehen (und im angrenzenden Laden günstig schöne Schnitzereien zu kaufen) sowie in Gibsons, um am Drehort der „Strandpiraten“ – Molly´s Reach – eine tolle Riesenpizza mit Meeresfrüchten zu essen.

Vancouver war der letzte Stopp auf unserer ca. 2500 km langen Reise durch den Südwesten Kanadas. Wir übernachteten im YWCA – Hotelservice zu Jugendherbergspreisen. Das Wetter war zunächst recht durchwachsen. Aber da ohnehin ein Besichtigungstag geplant war, machten wir uns trotzdem recht gut gelaunt auf den Weg zum Stanleypark. Im Vancouver Aquarium beobachteten wir mit Begeisterung die drolligen Seeotter und viele andere Tiere. Abends bummelten wir noch über den Chinese Night Market. Leider schmeckte uns das Essen in Hon´s Wun-Tun House nicht besonders.

Den zweiten Tag verbrachten wir außerhalb Vancouvers. Wir sahen uns die fantastischen Sandburgen auf der Weltmeisterschaft im Sandburgenbauen in Harrison Hot Springs an, versuchten zum letzten Mal einen Biber zu sehen (leider ohne Erfolg), spazierten durch die Minter Gardens und lernten Torstens Kousine und ihren Lebensgefährten kennen.

Nun war er also da, der letzte Tag unserer Reise. Wir kauften zunächst bei Fujiya Japanese Foods (912 Clark Drive, geöffnet 9 – 20 Uhr Mo – Sa) ein klasse Sushi zum Mitnehmen und spazierten dann über die Suspension Bridge des Lynn Canyon. Gerne hätten wir hier noch eine Wanderung gemacht, aber leider waren alle Wanderwege wegen der Waldbrandgefahr gesperrt. Also picknickten wir an den Tischen vor der Suspension Bridge. Angesichts unseres gewaltigen Appetits staunte eine Gruppe Japaner, die zufällig gerade vorbeikam, nicht schlecht  J. Nachmittags folgte ein Besuch im beeindruckenden Museum of Anthropologie. Schließlich sah man uns noch durch Gastown streifen und in der Old Spaghetti Factory unser gutes Abschiedsessen einnehmen…

Fazit der Reise: wir kommen wieder! Ob wir dann auch den Norden besuchen, wissen wir noch nicht. Auf jeden Fall wollen wir noch einmal zum Glacier bzw. Revelstoke NP, im Desert Centre in Osoyoos ein Nachtwanderung mitmachen und den Manning PP kennen lernen. Nicht zuletzt würden wir auch gerne einmal mehr Zeit mit Torstens Verwandten verbringen…

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Sandburgenbau-WM

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